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Gebrauchte Hardware

Gebrauchte Hardware ist insbesondere bei moderaten Anforderungen eine Überlegung wert. Viele Business-Geräte werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben und dann weiterverkauft.

Refurbished (aufbereitet) ist hier das Stichwort, nach dem man Ausschau halten sollte. Während es auch bei Gebrauchtware vom Händler eine gesetzliche Gewährleistung von 12M. gibt, bieten manche Anbieter auch Garantien an.

Insbesondere bei Laptops lassen sich schnell Schnäppchen machen. Business-Laptops der 1000€-Klasse werden oft ca. 2-3 Jahre später als Leasingrückläufer für einen Bruchteil des Preises verscherbelt. Oft kann man hier bereits 50% oder mehr sparen.

Empfehlenswerte Modellreihen sind die Lenovo Thinkpads der X- und T-Serie, HP ProBooks und EliteBooks, Dell XPS und Latitude, Fujitsu Lifebook.

Abstand halten sollte man von der Thinkpad E- und L-Serie, diese sind für "Prosumer" gedacht und weisen eine geringere Fertigungsqualität auf. Auch die Dell Vostro-Geräte und HP Pavilion sind von eher mittelmäßiger Qualität. Die schlechteren Modellreihen haben oft auch nur eine Windows 10 Home-Lizenz.

Während gebrauchte Workstations oft sehr günstig zu haben sind (für <300€), sollte man keine Geräte mit uralten Prozessoren kaufen. Oftmals sind Workstations auch sehr laut und verbrauchen viel Strom im Leerlauf.

HDDs und Solid-State-Disks sollte man nach Möglichkeit nicht gebraucht kaufen. Während Festplatten unter Umständen jahrelang in beengten NAS-Gehäusen gelaufen sind und daher bereits Abnutzungserscheinungen zeigen können, kann es bei SSDs sein, dass die Speicherzellen schon oft beschrieben und daher ebenfalls abgenutzt sind.

Wenn man sich einigermaßen gut auskennt, kann man sich die SMART-Werte vor dem Kauf zukommen lassen und anhand derer beurteilen, ob ein Gebrauchtkauf in Frage kommt. Bei SSDs sollte man auf die Menge der geschriebenen Daten achten (weniger als 50TBW ist okay) und bei Festplatten auf die Betriebsstunden (weniger als 10kh), Anlaufwiederholungen und Startvorgänge schauen.

Defekte, wiederzugewiesene oder "schwebende" Sektoren sind auf jeden Fall ein Ausschlusskriterium für den Kauf.

Lapstore Viel Auswahl, baut SSDs ein. Nicht der Günstigste, aber guter Service. Laptops voll konfigurierbar.
Harlander Einer der Ältesten, relativ teuer, viel Auswahl, Achtung, häufig B- und C-Ware. Steht natürlich dabei.
Eurocomputerland Wenn es richtig billig sein soll. Recht wenig Auswahl.
Second-IT-Store Sehr wenig Auswahl, aber toller Service. Wenn man anruft, kann man sehr günstig Umbauten machen lassen.
Green Panda Wenig Auswahl, aber viel Service-Angebote.
Quant Eletronic Viel Auswahl, viel Schrott, super günstig/billig. Aber wie bei allen bisher genannten gilt: Wo A-Ware drauf steht, ist A-Ware drin. Wer hier sein gewünschtes Gerät findet, wird Schwierigkeiten haben irgendwo etwas günstigeres aufzutreiben.
ESM Computer Gute Produkte zu günstigen Preisen.
Gekko Computer Eher was für exotische Server-Hardware und Ersatzteile.
Luxnote Auf Thinkpads spezialisiert. Zwar etwas teurer, aber wer nur Thinkpads will, findet dort mit großer Wahrscheinlichkeit genau das, was er braucht.
Lap Works Auch auf Thinkpads spezialisiert. Die haben auch neue Geräte und Demo-Ware. Gerade wenn es hochwertiger sein soll (Thinkpad X1 usw.) gute Angebote.
AfB Soziale Schiene, beschäftigen Behinderte. Die Auswahl ist gut.
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  • Zuletzt geändert: 2019-12-20 14:21